Das Geheimnis der Epoxidharze

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Als Bestandteil einiger codex Top-Produkte (X-Fusion, X-Tensive etc.) ist Epoxidharz eine unverzichtbare Komponente im Mix der multiresistenten Reaktionsharzmörtel.
Aber was genau ist dieses Epoxidharz?

Wo kommt es her? Wie wird es hergestellt? Welche Arten gibt es? Der folgende Artikel bringt Licht ins Dunkel und veranschaulicht leicht verständlich das nötige Background-Wissen rund um einen der aktuell wichtigsten bauchemischen Grundstoffe.

Epoxidharz – was ist das?

Epoxidharze wurden 1936 erfunden und zehn Jahre später kamen die ersten Produkte auf den Markt. Ziel der Experimente war es, ein laugenresistentes Bindemittel für Beschichtungen zu finden. Es wurde jedoch schnell klar, dass Epoxidharze über viele weiter, wertvolle Eigenschaften verfügen. Epoxidharz ist keine konkrete Substanz, sondern vielmehr ein Oberbegriff für Kunstharze die Epoxidgruppen tragen. Sie können in einer chemischen Reaktion mit einem Härter zu einem Epoxidkunststoff umgesetzt werden.

Derzeit gibt es mehr als 50 Substanzen, die man als Epoxidharze bezeichnet. Darüber hinaus existieren Hunderte von Härtern, welche die Eigenschaften von Epoxidkunststoffen verändern können. Die Vielfalt und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten lassen sich mit LEGO-Steinen vergleichen. Abhängig von Form und Größe der ausgewählten Bausteine, verändert sich auch die Gestalt der gebauten Objekte.

 

Die richtige Anwendung

Epoxide lassen sich einfach verwenden, sind aber kein Spielzeug. Wiederholter ungeschützter Hautkontakt kann eine als „Sensibilisierung“ bezeichnete Körperreaktion auslösen, die ähnliche Symptome wie eine allergische Reaktion aufweist. Sensibilisierung kann nur bei noch nicht ausgehärteten Harzen auftreten, das der ausgehärtete Stoff auf Grund des Fehlens reaktiver Epoxidgruppen unbedenklich ist. Deshalb ist es sehr wichtig bei der Arbeit mit reaktiven Epoxidharzen immer eine geeignete Schutzausrüstung wie z.B Schutzhandschuhe, Schutzbrille usw. zu tragen.

 

Wie wird das hergestellt?

Epoxidharze und Härter werden industriell produziert. In Europa jedes Jahr rund 259.000 Tonnen. Der größte Verbraucher ist der Energie- und Elektronikbereich mit etwa 69.000 Tonnen. Beispiele sind Rotorblätter von Windkraftanlagen, Vergussmassen von Transformatoren und Leiterplatten. Das Bauwesen folgt auf Platz zwei mit ca. 60.000 Tonnen. Im Vergleich zu anderen Baustoffen wird zwar nur eine geringe Menge eingesetzt, jedoch sind leicht zu reinigende Beschichtungen oder widerstandsfähige Klebstoffe nicht mehr wegzudenken.

Bei codex werden Epoxidharze und Härter verwendet, die von Zulieferfirmen mit hohen Qualitätstandards stammen. Fast alle Härter werden nach unseren Vorgaben maßgeschneidert entwickelt und exklusiv an codex verkauft. Aus diesen Rohstoffen werden die Produkte nach eigenen Rezepturen hergestellt.

Die Produktion von codex X-Tensive kann man sich zum Beispiel wie das Rühren eines Kuchenteigs vorstellen. Man beginnt mit den Flüssigkeiten und gibt dann nach und nach pulverförmige Füllstoffe, Pigmente und Verdickungsmittel dazu. Der Prozess läuft nach einem immer gleichen Verfahren ab, damit die erhaltene Paste den Anforderungen entspricht. Die Rührwerksanlage ist bei 1.400 kg Chargengröße entsprechend dimensioniert. Die fertige Paste wird nach bestandener Prüfung durch die Qualitätssicherung mit Hilfe einer Presse in etikettierte Gebinde abgefüllt.
 

Welche Arten gibt es?

Epoxidharze können auch 1-komponentig sein. Die Aushärtung kann durch verschiedene Mechanismen gestartet werden. So gibt es Klebstoffe, die durch Metallionen oder durch Erwärmen auf 120°C aushärten und Beschichtungen, die unter UV-Licht fest werden. Bei einer industriellen Verwendung von Epoxidharzen sind viele spezielle Verfahren möglich. Sei es bei der Innenbeschichtung von Getränkedosen,als gewichtsparende Verbundwerkstoffe im Flugzeugbau, dem Korrosionsschutz im Fahrzeugbau oder der Herstellung von Kohlefaserbauteilen für Sportgeräte. Selbst defekte Trinkwasserleitungen lassen sich durch ein Schlauchliner- oder Epoxibeschichtungsverfahren vor Ort sanieren, ohne die Leitungen ausgraben zu müssen. Bei einer handwerklichen Verarbeitung, wie in der Baubranche, haben sich kalthärtende 2-komponentige Epoxidharze bewährt, weil diese mit den wechselnden Bedingungen am besten zurechtkommen. Wenn die Grundbedingungen eingehalten werden, also eine ausreichende Temperatur und ein korrektes Mischungsverhältnis, können Epoxidharze die Leistungen anderer Baustoffe weit übertreffen.

 

Was ist in unseren Produkten?

codex bietet Epoxidharzprodukte für fünf unterschiedliche Anwendungen an. Jedes Produkt hat spezielle Eigenschaften, die es von den anderen Produkten unterscheidet.

  • Dies ist beispielsweise die wasserdampfbremsende Wirkung der Grundierung codex FG 550. Hierfür wurden alle Rezepturbestandteile solange optimiert, bis die bestmöglich Wasserdampfdichtigkeit erreicht wurde.
  • Die Abdichtung codex Epo 2000enthält zum Teil elastische Bausteine. Nach der Aushärtung entsteht ein dreidimensionales, chemikalienbeständiges Netzwerk – stabil, aber doch elastisch genug, um Risse zu überbrücken.
  • Das Mörtelharz codex ER 100 ist wasseremulgierbar. Werkzeuge und Mischbehälter können leicht und umweltfreundlich ohne Lösemittel gereinigt werden.
  • Die Epoxidharzfuge codex X-Fusionist auf extrem leichtes Einfugen getrimmt. Das Kriterium für die Rohstoffwahl ist hier die Viskosität von Harz und Härter. Wäre das Harz zähflüssig wie Honig, könnte das Entleeren der Flasche 30 Minuten dauernd.

Neu im Programm ist der frisch zum Produkt des Jahres 2020 gekürte Fug- und Klebemörtel codex X-Tensive. Die Rezeptur ist ein Kompromiss, der alle erforderlichen Eigenschaften unter einen Hut bringen muss. Nur ein Kompromiss? Ja, aber codex X-Tensive schafft es so, gegensätzliche Fähigkeiten in einem Produkt zu vereinen. Leichtes Aufkämmen als Klebstoff bei minimalem Rutsch und dennoch feiner Konsistenz für müheloses Einfugen. Leichte Waschbarkeit mit Wasser auf der einene Seite und hohe Hydrophobie und Chemikalienbeständigkeit auf der anderen Seite. Dies gelingt nur mit Rohstoffen, die sonst in High-Tech-Anwendungen wie der Elektrotechnik zusammen kommen.

 

Was ist der Unterschied?

Alle codex Epoxidharzprodukte erfüllen die strengste Emissionsklasse EMICODE EC 1 PLUS. Machen Sie den Test und lesen Sie die Sicherheitsdatenblätter von Produkten. Finden Sie Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Benzylalkohol, dann hat das Produkt erhöhte Emissionen und ist auf einem technologischen Stand, der vor der Jahrtausendwende üblich war.

Alle codex Epoxidharzprodukte sind 100%-Systeme. Das bedeutet, alle flüssigen Bestandteile werden fest in das Netzwerk eingebaut. Es kann kein Ausschwitzen von Weichmachern oder Verdünnern stattfinden. Alle codex Epoxidharzprodukte sind echte Epoxide und kein Hybride. Finden Sie im Sicherheitsdatenblatt bei einer der Komponenten Zement als Inhaltsstoff, dann handelt es sich um einen Zementmörtel der mit Epoxidharz modifiziert wurde. Sicherheitsdatenblätter lügen nihct, man muss nur wissen, was man im Fachchinesisch suchen muss. Wer das alles zu theoretisch findet, sollte die Produkte selbst in die Hand nehmen und sich überzeugen lassen. Natürlich mit geeigneten Handschuhen 🙂

 

Bei Fragen wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Techniker:

E-Mail: info@codex-x.com

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