Referenzfotografie selber machen!

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Bilder sagen mehr als tausend Worte.

Warum das so ist und warum es sich für Sie lohnt regelmäßig Referenzfotografien zu erstellen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.
Da dieses Thema sehr umfangreich ist, unterteilen wir es in mehrere Blöcke.

Warum sind Bilder so mächtig und wie ist ihre Wirkung?

Nichts vermittelt Botschaften so deutlich wie Bilder. Ob bewegte Bilder (sprich Filme) oder einzelne Fotografien, will man Emotionen vermitteln oder erzeugen, reicht ein Text alleine nicht aus – man braucht Bilder. Denn Bilder kommunizieren unmittelbar und auf einer emotionalen Ebene. Werden Kunden erst mal über die emotionale Ebene erreicht und begeistert, ist die Überzeugung so stabil, dass eine Entscheidung für den Kauf/die Auftragserteilung schneller getroffen wird. Außerdem sind rationale Gründe (wie Preis, Technik, Nutzen usw.) von den Marktbegleitern leicht auszuhebeln. Ist der Kunde jedoch auf einer emotionalen Ebene von Ihnen und ihren Arbeiten überzeugt, unterschreibt er in der Regel auch den Vertrag. Das kennt man vielleicht von sich selbst. Hat man sich erstmal in ein Produkt verliebt, will man es unbedingt haben – sachliche Gegenargumente hin oder her. Daher ist es ungemein wichtig, den Kunden auf der Gefühlsebene zu erreichen – und das geht am besten über Bilder.

Dabei müssen Sie bedenken, der Kunde kauft bei Ihnen nicht die Verlegetechnik, sondern in erster Linie das fertige Produkt, wie einen Fliesenboden oder ein fertiges Bad.
Es ist daher elementar wichtig dem Kunden auch genau das zu zeigen. Präsentieren Sie ihnen mit Hilfe von optisch ansprechenden Referenzbildern ihr Können, werden einige so beflügelt und inspiriert sein, dass sie Sie über den Standard hinaus beauftragen.
Sprich Sie können ein Zusatzgeschäft machen, bzw. den Auftrag weiter ausbauen indem Sie dem Kunden weitere, attraktive Optionen anbieten.

So bauen Sie sich einen Pool mit Referenzfotografien auf.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten einen Fundus an ansprechenden Referenzfotografien anzulegen und stetig zu erweitern.
Zum einen durch das Beauftragen eines professionellen Fotografen, zum anderen in dem Sie die Fotografien selbst erstellen. Das ist weniger schwierig als Sie jetzt vielleicht denken. Mit ein paar einfachen Tricks und Tipps (die wir im nächsten Beitrag verraten), bin ich mir sicher, werden Sie ansprechende Bilder für ihre Website, den Facebook-Auftritt usw. erstellen können.

Bevor wir zu den Tipps und Tricks kommen, schauen wir uns heute erstmal die verschiedenen Optionen mit ihren Vor- und Nachteilen an.

1.Beauftragung eines professionellen Fotografen

Machen wir uns nichts vor, auf diesem Weg werden Sie die besten Fotografien erhalten. Schließlich ist die Fotografie auch ein Handwerk, das erlernt wird. Doch Achtung: Auch der Titel Fotograf/in ist keine geschützte Berufsbezeichnung mehr. Jeder kann sich so nennen ohne eine entsprechende Ausbildung absolviert zu haben. Daher ist bei der Auswahl Vorsicht geboten. Hören Sie auf Empfehlungen und schauen Sie sich unbedingt vorab Arbeiten des Fotografen an, um die Qualität überprüfen zu können.

Die Beauftragung eines Fotografen hat jedoch einen großen Nachteil: die Kosten. Für ein professionelles Shooting eines Referenzobjekts fallen Kosten ab etwa 300,- Euro aufwärts an. Je nach Anfahrt und Qualität des Fotografen schwanken die Angebote stark und können auch deutlich höher ausfallen. Bei Angeboten darunter sollten Sie vorsichtig sein.

Zu meiner Zeit als selbständiger Fotograf habe ich wie folgt kalkuliert:
Shootingzeit: 2 – 3 Stunden + Fahrtzeit + Vorbereitung (= 1/2 Arbeitstag)
Nachbearbeitung: 3 – 4 Stunden + Kontakt, Abwicklung (= 1/2 Arbeitstag)

Sprich, dieses Shooting wird mit 8 Stunden á 75,- Euro + Fahrtgeld kalkuliert.

So kommen schnell 600 – 800,- Euro zusammen.

Ein weiterer Nachteil ist, dass der Termin koordiniert werden muss: Wann haben Kunde und Fotograf Zeit. Vorteilhaft ist es außerdem, wenn Sie den Fotografen kennen. Denn das Auftreten des Fotografen, sein Verhalten und wie er das Haus hinterlässt, fallen auf Sie zurück – denn Sie haben ihn schließlich beauftragt. Haben Sie einen guten und professionellen Fotografen zur Hand, sollte das Risiko nahezu gleich null sein. Entscheiden Sie sich aber für den günstigsten oder einen unbekannten Fotografen, empfehle ich Ihnen beim ersten Shooting dabei zu sein, um einen reibungslosen und ihren Ansprüchen entsprechenden Ablauf zu sichern.

Noch ein kleinen Tipp:
Es kann sich lohnen, ein paar Objekte zu sammeln, die Einverständniserklärung der Kunden einzuholen und dann beim Fotografen direkt 10 Referenzobjekte zusammen anzufragen. Der Preis wird garantiert niedriger sein, als wenn Sie einzeln anfragen.

2.Referenzfotografie selber erstellen

Gibt es vielleicht jemanden in ihrem Team der Hobbyfotograf ist? Perfekt! Dann machen Sie ihn zu ihrem Referenzfotografie-Beauftragten. Ihr Mitarbeiter wird es Ihnen danken, da Sie seine Fähigkeiten nutzen und ihm Abwechslung bieten.
Haben Sie niemanden in ihrem Umfeld macht das auch nichts! Denn es ist kein Hexenwerk selber zur Kamera zu greifen und mit Hilfe einiger Tricks gute Bilder zu schießen.
Aber was spricht überhaupt für das Selberfotografieren. Ganz klar, ein Grund sind die niedrigen Kosten. Ich denke, es ist für die meisten zu teuer, jedes schöne Referenzobjekt professionell shooten zu lassen. Aber auch die Terminkoordination ist deutlich einfacher, wenn nicht noch eine dritte Person berücksichtigt werden muss.

Ein weiterer Pluspunkt ist ihr geübter Blick mit Fokus auf die Fliesenarbeit. Als Experte wissen Sie worauf es bei Verlegearbeiten ankommt und können genau das beim Fotografieren ins richtige Licht rücken. Aber bedenken Sie dass ihre Kunden keine Experten sind und weniger auf das Fachliche achten, dafür aber umso mehr vom Gesamtergebnis beeindruckt werden wollen. Darum bitte die „fliesenlegerspezifischen“ technischen Details nicht zu sehr in den Fokus rücken.
Den wichtigsten Grund dafür sehe ich jedoch beim Kundenkontakt. Wenn Sie selber oder ein Kollege/eine Kollegin von Ihnen die Bilder erstellt, haben Sie allein die Fäden in der Hand.
Sie wissen, wie Sie mit dem Kunden umzugehen haben, können direkt nachfühlen, welche Wünsche er hat und ob er wirklich zufrieden ist, und gleichzeitig die Chance nutzen, den Kontakt zu intensivieren. Bringen Sie doch einfach ein Geschenk mit Ihrem Logo mit oder überreichen Sie persönlich ihre Rechnung.
Alles in Allem für den Anfang die deutlich praktikablere und rentablere Lösung.

 

Im nächsten Teil verraten ich Ihnen dann nützliche Tipps und Tricks für überzeugende selbst erstellte Referenzfotografien.
Wenn Sie konkrete Fragen haben, dann schreibe sie doch in die Kommentare, dann gehe ich darauf explizit ein.

Fabian Wirth – Leitung strategisches Marketing 

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